CV Musikalische Ausbildung, Stephanie Florence Senn

Ausbildung

-  2006 – 2008  Studium Schulmusik 1 an der Zürcher Hochschule fur Künste


-  1999 – 2001  Nachdiplomstudium Musikpädagogik an der Musikhochschule Winterthur


Studieninhalte

Supervision, Klavier- und Kammermusikunterricht mit Schwerpunkt Jazz, Studios (Schülermusik, Kommunikation, Lampenfieber, elementares Improvisieren, Improvisation mit Schülern, Workshops....)

-  1997 – 1999  Orgelausbildung mit Fähigkeitsausweis bei Peter Leu in Schaffhausen


-  1993 – 1997  Klavierlehrerdiplom am Konservatorium in Winterthur bei Karl-Andreas Kolly


-  bis 1992 Diplommittelschule Schaffhausen


Berufspraxis

-  seit 1992 Private Klavierschulerinnen in Schaffhausen


-  seit 1993 Orgeldienste in verschiedenen Gemeinden


-  1996 Stellvertretung für Klavierunterricht an der Kantonsschule Wiedikon


-  seit 1998 Klavierlehrerin an der Musikschule alato


-  seit 2000 Klavierlehrerin an der Musikschule SMPV Schaffhausen


-  2006 – 2012 Schulmusiklehrerin an der Oberstufe im Kanton Schaffhausen


Weitere berufsbezogene Kurse

-  Diverse Kurse über Mentales Training u.a. bei Tatjana Orloff-Tschekorsky


-  Improvisationskurse für Klavier bei Galina Vracheva


-  Diverse Djembékurse bei Pierre Favre

 


Wettbewerbe

Schweizerische Jugendmusikwettbewerbe mit dem Trio „La Do Re“
(Helena Winkelman Violine, Désirée Senn Cello, Stephanie Senn Klavier)


-  1986  März Regionalwettbewerb in Basel 1. Preis


-  1986  Mai Finale in Zürich 3. Preis


-  1988  März Regionalwettbewerb in Luzern 1. Preis mit Auszeichnung


-  1988  Mai Finale in Lausanne 3. Preis


Weitere Preise

-  1986  November Preisträgerin des Marcandella Musikhaus ( SH) Wettbewerbes


-  1988  März 2. Preis des Marcandella Musikhaus Wettbewerbes


-  1992  November 1.Preis der Talentshow: „Fördert junge Talente“

Über Stephanie

geboren 1973
Stephanie Senn kann sich in der Musik auf ihr Gespür verlassen. Am Klavier vertraut sie ihrer Inspiration und ihrem breiten musikalischen Erfahrungsschatz, mit dem sie intuitiv Jazzharmonien, Rockrhythmen, klassische und fremdländische Elemente miteinander verbindet. Was dabei entsteht, lässt selbst die Puristen der Klassikszene aufhorchen. Stefanie Senn hat mit ihren Improvisationen schon mehrere klassische Musikwettbewerbe gewonnen. Denn obwohl ihre Musik so spontan ist, klingt sie zuweilen wie komponiert.
Dabei ist jedes ihrer Konzerte einmalig.

"Am Klavier vertraut sie ihrer Inspiration

und ihrem breiten musikalischen Erfahrungsschatz"

Musizieren mit Sohn Jophiel (geb. 2012)

Stephanie Senn ist eine erfahrene Klavierlehrerin und unterrichtet an der Musikschule Wallisellen und an der Musikschule SMPV in Schaffhausen. Ausserdem spielt sie in verschiedenen Kirchgemeinden die Orgel, hat eine eigene Band, begleitet Theatersportanlässe und formiert sich gerne mit anderen Musikern zusammen für Auftritte aller Art.

Früh ist sie ihren eigenen Weg gegangen. Sie sagt: «Die Musik fliesst unaufhörlich durch mich hindurch.»
Als hoch begabte Improvisatorin, die über ein breites musikalisches Ausdrucksspektrum verfügt, nimmt Sie die Pianistin Stephanie Senn an ihren Konzerten mit auf eine facettenreiche Seelenreise.

Schwerpunkt: Improvisation von Stephanie Senn

improvisus

(lat. für unvorhersehbar)
Du bist bereit? Cool... Du hast jetzt 20 Sekunden Zeit. Welche Wörter fallen dir zum Begriff Improvisation ein?

 

Wir alle kennen die Situation: Du bist auf dem Weg zur Arbeit und stellst plötzlich fest, wie wichtige Dokumente zuhause geblieben sind. Es entsteht eine gewisse innere Not oder ein leichtes Kribbeln in der Bauchregion, der Kopf kann sich erhitzen. Du bist aufgefordert, eine neue Ausgangslage zu schaffen. Not macht erfinderisch – heisst es so schön. Denke an eine Situation, die du grad in solch einer Not gemeistert hast. Das war Improvisation.


Das gewohnte Terrain oder die Komfortzone zu verlassen, bereitet uns in der Regel eher Mühe. Gerne wählen wir den sicheren Weg. Doch gibt es den? Improvisation entsteht immer dann, wenn eine Vorstellung zusammenbricht oder etwas Unvorhergesehenes passiert. Wie auch immer, Alltagsdinge mal anders zu tun schadet nicht. In der Improvisation begegnen wir vor allem und in erster Linie uns selber. Sie fordert uns in unserer Ganzheit heraus. Die Improvisation trifft jeden und jede. Das Leben ist nur bedingt planbar.


Ich persönlich habe mich der musikalischen Improvisation verschrieben, weil mich das Unkonventionelle, das Überraschende reizt, das Verändern vom Vorgegebenen, die Vielfalt im Allgemeinen und die verschiedenenFormen und Strukturen. Mir macht es Freude, einen neuen Weg zu bahnen am Klavier. Schon im Kindesalter liebte ich es, auf dem Schwerpunkt: Improvisation von Stephanie Senn schwarz-weissen Teppich – der ja alles andere als schwarz-weiss klingt – meine Gefühle auszudrücken. Das Instrument mit seinen 88 Tasten bietet einen perfekten Boden, um darauf zu tanzen, hüpfen, springen, galoppieren, Purzelbäume zu schlagen usw. Die inneren Bilder können somit klanglich wie auch rhythmisch wiedergegeben werden. Zum Thema Improvisation habe ich mir selbst 4 Fragen gestellt, welche ich auch drei andern Kunstschaffenden stellte (einer Dirigentin und klassischen Musikerin, einem Jazzmusiker, einem Schauspieler aus einem Improvisationstheater) und jemandem aus einem nicht-künstlerischen Bereich.


Die 4 Fragen lauteten:


1. Was verstehst du unter IMPROVISATION?


2. Ist IMPROVISATION lernbar?


3. Gibt es lediglich eine Art der IMPROVISATION oder mehrere Arten?


4. Warum getrauen sich eher wenige Menschen zu improvisieren?


Die Antwort auf Frage 1 ergab klar, dass die Improvisation aus dem Moment heraus entsteht. Es ist eine Handlungsfähigkeit ohne Vorbereitung und Konzept, ein spontanes Agieren sowie freies, kreatives Darstellen aus dem Stegreif.

 

Bei der 2. Frage, ob Improvisation erlernbar ist, gab es verschiedene Antworten.
Der Nicht-Kunstschaffende meinte, grundsätzlich sei alles erlernbar, man müsse sich einfach darauf einlassen können. Die Kunstschaffenden erwähnen das angeborene Talent und die Gabe der Kreativität, welche die Voraussetzung für die Improvisation sei. Es bräuchte jedenfalls die Fähigkeit, Musik selbst zu entwickeln und schöpferisch zu werden ohne Vorgaben eines Notentextes.

 

In der 3. Frage geht es um die EINE Improvisation oder um mehrere Arten der Improvisation. Die Antwort des Nicht-Kunstschaffenden lautet: Es kommen so viele Arten von Improvisation vor, wie es Handlungsmöglichkeiten im Leben gibt. Aus musikalischer Sicht findet man unterschiedliche Improvisationsweisen vor, da die Improvisation sehr individuell ist. Sie kann eher melodisch orientiert sein oder eher harmonisch fokussiert. Dann wiederum gibt es die freie Improvisation und jene innerhalb eines Musikstils (z.B. Jazz, Rock, Pop, im Stile von J. S. Bach etc.).


In der 4. Frage geht es darum, weshalb sich eher wenig Menschen die Improvisation zutrauen. Der Theaterspieler meint:
Die Leute wissen gar nicht, wie leicht es ist zu improvisieren. Die anderen Befragten thematisierten die Angst oder das Scheitern am eigenen Anspruch sowie mangelndes Vertrauen in die eigenen Talente und Fähigkeiten.

 

Aus meiner eigenen Sicht als erfahrene Improvisationskünstlerin kann ich nur sagen: Die Improvisation ist ein geniales Feld, sich von Bewertungen zu lösen. In einen besonderen Seinszustand zu gelangen ist möglich. Von kribbliger Freude bis hin zu einem göttlichen Trancegefühl. Falls du Lust verspürst auf ein kleines Experiment der Selbsterfahrung am Klavier: Du kannst nichts verlieren, höchstens deine Kontrolle und deine Konditionierungen, die du ja eigentlich schon lange mal gerne über Bord geworfen hättest.


Du bist bereit? Cool... Du hast jetzt so lange Zeit wie du dir erlaubst.


Setze dich bequem an das Klavier. Schliesse die Augen und atme ein paar Mal bewusst ein und aus. Setze dann einen Finger auf die Taste und höre dem Ton nach. Irgendwann folgt ein nächster Ton. Dann erneut ein Ton.
Lausche.. spiele.. lausche..geniesse.. spiele.. lausche..spiele.. atme.. geniesse..lächle..


Stephanie Senn
Lehrerin für Klavier an der Musikschule Alato, Pianistin, Improvisationskünstlerin auf Tasten und Organistin

Stephanie Florence Senn 2020